A1 lässt zwei Punkte in Bruchhausen liegen

Am vergangenen Mittwochabend stand für unsere A1 nach Terminverlegung und Tausch des Heimrechts der letzte Auftritt der Hinserie an, bei Nieselregen und böigem Wind gastierte man bei der Alemannia in Bruchhausen.

Der Tabellenführer erlitt gleich bei der ersten Aktion des Spiels einen Nackenschlag. Eine scharf hereingegebene Freistoßflanke lenkte einer der beiden Innenverteidiger aus kurzer Distanz unhaltbar ins eigene Netz. Doppelt ärgerlich für die Grünweißen: den Freistoß hätte es gar nicht geben dürfen, das vorausgegangene Tackling war so präzise wie regelkonform gewesen. In der Folge bemühten sich die Gäste um ein geordnetes Spiel aus der Defensive heraus, taten sich dabei aber ungewohnt schwer.

Bruchhausen operierte gefährlich mit langen Bällen, die Beiertheimer Abwehrreihe offenbarte da nicht immer das gewohnt sichere Stellungsspiel, zudem ließ man sich mehrmals vom schnellen Stoßstürmer überlaufen; der rutschige Platz erschwerte dabei die Gegenwehr zusätzlich. Erst Mitte der ersten Halbzeit kam der SVK besser in Fahrt, der schnelle rechte Außen hatte aber mehrfaches Pech; zweimal wurde er vorne rechts ungestraft abgeräumt, für sein Hilfeersuchen beim Schiri sah er Gelb, dann wurde ihm auch noch ein mit letztem Einsatz herausgeholter Eckball verwehrt. Mit Gelb wurde auch unser Trainer bedacht, der außerhalb der Coaching Zone einen Spielerpapa begrüßte.

Nach gut einer halben Stunde fiel dann aber doch der Ausgleich; nach schnellem Vorstoß schnappte sich unser Goalgetter den Ball halbrechts und versenkte ihn mit einem äußerst anspruchsvollen Diagonalschuss ins linke Kreuzeck. Das Tor brachte leider nicht die erhoffte Ruhe ins Spiel, die Beiertheimer hatten vielmehr mehrfach Glück, dass sie nach ungewohnten Aussetzern kein weiteres Gegentor hinnehmen mussten, kassierten jedoch erneut eine Verwarnung nach einer Beschwerde über eine Entscheidung des Unparteiischen. Und unmittelbar vor der Pause wurde es dann richtig hektisch: auf Höhe der Mittellinie wurde der Sechser der Gäste unsanft von den Beinen geholt und sah für seinen genervten Schubser Gelb, sein zu Hilfe eilender Kapitän flog gar für fünf Minuten vom Platz.

So begann man den zweiten Durchgang dezimiert und verunsichert und sah sich Hausherren gegenüber, die mit breiter Brust aufspielen konnten. An einem guten Tag hätte man sich vielleicht auch aus dieser Situation befreien können, aber einen solchen hatten unsere Jungs ganz bestimmt nicht erwischt. Nach einem abermaligen haarsträubenden Patzer geriet man nach einer guten Stunde erneut in Rückstand und lief diesem fortan zunehmend verzweifelt hinterher, spielerisch wollte kaum etwas von dem gelingen, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen so beeindruckend zelebriert hatte. Stattdessen haderte die Auswärtsmannschaft bald wieder mit dem Schiri, was ihr erneut eine Verwarnung einbrachte, mittlerweile war fast die halbe Mannschaft Gelb-Rot-gefährdet.

Allzu viel Hoffnung bestand nicht mehr bei den gewohnt zahlreichen Anhängern der Grünweißen, als ihr Trainer eine Viertelstunde vor Schluss einen Geistesblitz hatte. Doch der rechts in der Viererkette aufgebotene und nun in die vorderste Reihe beorderte gelernte Torhüter erlöste seine Farben tatsächlich mit einem herrlichen Kopfballtreffer zum Ausgleich. Für die letzten zehn Minuten wurden nun die Visiere hochgeklappt, beide Teams wollten sich mit dem leistungsgerechten Unentschieden nicht zufriedengeben und gingen hohes Risiko. Fünf Minuten vor dem Ende war der rechte Außenstürmer der Alemannen gut unterwegs, als er rustikal vom Ball getrennt wurde; Beiertheim musste den Rest der Partie zu zehnt bestreiten – diese Entscheidung ist zu akzeptieren. Der SVK versuchte dennoch nochmal alles und hatte in der letzten Szene des Spiels nach einem schlecht verteidigten Eckball die drei Punkte urplötzlich auf dem Silbertablett liegen, der Abschluss verkümmerte aber zur harmlosen Rückgabe.

So gingen ausgerechnet am letzten Spieltag der Hinrunde die ersten beiden Punkte verloren, den verbliebenen einen hat man gegen eine starke Alemannia aber tatsächlich gewonnen und damit auch die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Bis zum ersten Rückrundenspiel am 8. März hat man nun Zeit, aus dieser Partie die richtigen Schlüsse zu ziehen.

An dieser Stelle nochmals unser Dank an die B1 für die Abstellung ihrer beiden Spieler!

-jba-

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